Energie und Reststoffverwertung

Die Straubinger Entwässerung und Reinigung (SER) sorgt durch ihre zuverlässige und ressourcenschonende Arbeit für mehr Lebensqualität in der Stadt Straubing. Mehrere Komponenten – teils Pilotprojekte – sorgen dafür, dass der Entwässerungsbetrieb mehr Energie erzeugt, als er selbst für seine Prozesse benötigt. Die SER liefert dadurch einen Beitrag zur Energiewende.

Effizient – Nachhaltig – Ressourcenschonend

Unser Ertrag: Eine bilanzielle Energieautarkie der Kläranlage Straubing!

Nicht nur Klärschlamm liefert bei der Vergärung wertvolles Biogas. Zur Steigerung der Gasausbeute auf rund 800.000 m³/Jahr werden hochkalorische, organische Abfälle, wie beispielsweise Leimwasser und Fettflotate aus der Schlacht- bzw. Milchindustrie sowie Fettabscheiderinhalte aus Stadt und Landkreisgemeinden, zur Covergärung in den Faultürmen zugeführt. In Blockheizkraftwerken wird das Biogas zu Strom und Wärme umgewandelt, womit der Eigenbedarf an Strom im Klärwerk gedeckt und sogar noch überschüssigen Strom ins Stromnetz eingespeist werden kann.

Die Aufgabe der Annahme und Verwertung der Cosubstrate sowie Energiegewinnung und -einspeisung übernimmt die Straubinger Energie- und Reststoffverwertungs GmbH (SER GmbH), eine Tochtergesellschaft der Stadt Straubing, die in 2016 gegründet wurde.

Abwasser-Innovationspreis 2012

Wir verbessern unsere Prozesse fortwährend. Im Jahr 2012 gewann die Hydrolyse, eine Vorstufe zur Covergärung, die hochbelastete, industrielle Abwässer verarbeitet und somit den Gasertrag aus den Cosubstraten um 10 % CH4 erhöht,  den Abwasser-Innovationspreis 2012 des Umweltcluster Bayerns. Mit unseren Prozessen treiben wir die Energiewende voran.

Energiekonzept für Strom- und Wärmeversorgung

Die Stadt Straubing arbeitet an einem Konzept zur Zusammenlegung der Stadtgärtnerei und des städtischen Bauhofes zu einem Baubetriebshof auf dem bestehenden Betriebsgelände des Bauhofes. Die SER bzw. SER GmbH betreiben in unmittelbarer Nähe zu dieser Liegenschaft drei BHKW-Systeme. Auf Grund der Nähe der Liegenschaften bietet die Energieversorgung des geplanten Baubetriebshofes Potenziale. In einem mit vierzig Prozent  durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie geförderten Energieeinsparungskonzepts für den Energieverbund Kläranlage-Bauhof-Stadtgärtnerei wurden mögliche Energieversorgungsvarianten untersucht und die situationsbedingt ökonomisch und ökologisch sinnvollste Lösung ermittelt.

Die Covergärung auf einem Blick

  • Cosubstrate: Hochkalorische organische Abfälle
        • Fettflotate
          • Milchindustrie
          • Schlachtindustrie
        • Leimwasser aus der Schlachtindustrie
        • Gärreste aus der Vergärung von Stroh zu Ethanol (ohne Lignin)
        • Hemmstoffmilch und Fehlchargen aus der Milchindustrie
        • Fettabscheiderinhalte
  • Erhöhung der Gasausbeute
        • 800.000 m³/a  auf 2.6 Mio m³/a
  • Erhöhung des Energieinhalts im Gas
        • Ca. 60 % CH4 auf  70 % CH4
  • Bilanzielle Energieautarkie der Kläranlage Straubing
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